HerzLicht EinKlang

Energie-Tore & Ba jin

 

 

Alles beginnt beim atmen, der Atem steuert die Bewegungen und nicht umgekehrt. Durch das bewusste atmen wird der Ganze Körper transformiert, Schritt für Schritt. Es gibt viele Atemtechniken, auch beim Kundalini Yoga werden verschiedene Rythmen angewendet. Beim Shaolin Qi Gong ist dies einfach nur ein fliessen, den Atem ganz natürlich fliessen zu lassen, das einzige was angewendet wird, ist, das man die Zunge immer am Gaumen hat, den Mund geschlossen den Fokus auf den Atem gerichtet, beobachtend, nicht steuernd und die Bewegungen ausführend, dadurch entseht im Körper ein geschlossener Kreislauf der aussieht wie die 8, die umgekehrte Lemniskate.

 

1. Energietore öffnen


Qi (Energie) fliesst durch unseren gesamten Körper.

Diese speziellen Energietore befinden sich in den Gelenken, bzw. im Gelenksspalt zwischen den Knochenenden. Sie dienen als Hauptdurchgangs und Kontrollstationen des Qi. Durch diese Übungen werden die Gelenke im Körper mobilisiert und die Tore stimuliert, damit die Energie wieder fliessen kann. Dadurch werden Energieblockaden gelöst. Muskeln, Sehnen und Bänder sanft trainiert, was zu einer Stabilisierung der Gelenke beiträgt.


2. Die vorbereitenden Übungen Ba Jins


Das Grundprinzip des Shaolin Qi Gong basiert auf den so genannten Ba Jins. Ba bedeutet länger machen, Jin steht für die Muskeln, Sehnen und Bänder.

Die Muskel- und Sehnenverbindungen zwischen den Knochen werden länger, die Gelenksabstände werden grösser. Die Ba Jins beginnen im Rippen- und Brustkorbbereich, wodurch mehr Raum, Dehnbarkeit und Atemvolumen entsteht. Ba bedeutet im chinesischen auch acht, was auch mit dem achtfachen Pfad zum rechten Leben und mit der Lemniskate (Unendlichkeitssymbol) zusammenhängt, deshalb werden alle Übungen achtmal wiederholt.


3. Yi-jin-jing-Qi Gong


Yi-jin-jing heisst übersetzt: Methode zur Transformation der Muskeln, Sehnen und Bänder. Das Yi-jin-jing-Qi Gong besteht aus 12 Übungen, die fliessend ineinander übergehen.

Alle Übungen wirken transformierend auf die Sehnen und Bänder, sowie auf die Muskulatur - schlaffe Muskeln kräftigen sich, harte Muskeln werden weich. Die Gelenke werden beweglicher, Knochenverbindungen elastischer, der Atemraum wird flexibler und dadurch die Atmung effektiver und tiefer. Der Sauerstoffversorgungskörper verbessert sich, wovon vor allem die vier am stärksten vom Sauerstoff abhängigen Organe, Gehirn, Herz, Leber und Lunge profitieren. Die Übungen wirken sowohl körperlich, als auch energetisch, seelisch und geistig.


Qi Gong eignet sich für alle Altersgruppen und ist eine sanfte Form der Bewegung, die in China zum täglichen Leben gehört. Die Weichheit der Bewegung, die Kunst der Langsamkeit und Bewusstheit, sowie die innere und äussere Ausgerichtetheit sind charakteristisch für Qi Gong. Grundsätzlich unterscheidet man bei allen existierenden Qi Gongformen zwischen bewegten (äusserem) und stillen (innerem) Qi Gong. Bei den bewegten Formen werden klar strukturierte Körperübungen durchgeführt, während die stillen Formen, fast oder ganz ohne körperliche Bewegung auskommen und sich auf die innere Lenkung des Energieflusses konzentrieren.


Energiemassage


Die Energiemassage gehört zur stillen Form des Qi Gong. Mit dieser finden wir zu uns selbst und erreichen damit innere Ruhe. Durch Meditation richten wir die Aufmerksamkeit an unser Inneres und konzentrieren uns nur auf den Atem. Danach widmen wir uns mit sanftem Massieren und Ausstreifen unseren Beinen und Fuβsohlen.


 

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